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Was ist Dill? - Gewürze zum Kennenlernen

Bis vor wenigen Jahrzehnten fristete Dill hierzulande sein Dasein vorrangig als Gewürz in der Essenz von Essiggurken. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und das Dillkraut ist fester Bestandteil der gehobenen Küche. Der Frage Was ist Dill? gehen wir heute deshalb genauer nach und widmen uns seiner Herkunft, typischen Rezepten und seiner heilenden Wirkung.

Belebendes Kraut aus Vorderasien

Obwohl Dill in nördlichen Gefilden gedeiht, liegt sein Ursprung in Vorderasien, wo seine ätherischen Öle bereits 3.000 Jahre vor Christus geschätzt wurden. Er findet sowohl in der Bibel, als auch in altägyptischen Schriftstücken Erwähnung. Botanisch weist das Kraut eine starke Ähnlichkeit zu Kümmel, Anis und Fenchel auf, denn auch Dill gehört der Familie der Doldenblütler an. Die Pflanze der Gattung Anethum wird heute weltweit kultiviert und zählt innerhalb Deutschlands zu den Spitzenreitern im Gewürzanbau.

Dill ist ein einjähriges, krautiges Gewächs, das fiedrig grüne Blätter und gelbe Doldenblüten besitzt. Die Erntezeit beginnt vor der Blüte und erstreckt sich von Juni bis September. Bekannt ist die Pflanze auch unter Namen wie Gurkenkraut, Dillfenchel oder Dillkraut.

Was genau ist der Dill, den wir essen, sprich welche Pflanzenteile sind als Gewürze geeignet? Die Dolden und Dillsamen eignen sich erstklassig zum Einlegen von Gurken, was auch den Beinamen Gurkenkraut bescherte. Man kann das Heilkraut auch getrocknet zum Würzen erwerben. Dann sind die gesamten Dillblätter sowie die Stängel verarbeitet. Bei den edlen Dillspitzen handelt es sich wiederum nur um die feinen Blattspitzen, die einen sanften und aromatischen Dill-Geschmack hervorrufen. Begehrt ist vor allem der Dill, der zwischen der Fränkischen und der Schwäbischen Alb gedeiht. Hier bilden der reichhaltige Boden und das milde Klima der Hügellandschaft ideale Bedingungen für geschmacksintensive Kräuter.

Unverkennbarer Dill-Geschmack

Den Geschmack verdankt das Küchen- und Heilkraut seinem hohen Anteil an den ätherischen Ölen Carvon und Limonen. Die beiden Inhaltsstoffe verströmen gemeinsam den prägnanten Geruch nach Dill, der eine unverwechselbare Frische und leicht herbe Note verströmt. Ähnlich lässt sich der Dill-Geschmack beschreiben. Das appetitanregende Aroma erinnert an Petersilie, Anis und Kümmel. Zugleich besitzt Dill eine dezente Zitrusfrische, die auf der Zunge prickelt. Als getrocknete Kräuter ist der charakteristische Eigengeschmack etwas milder und süßer als bei frischem Dillkraut.

Entkrampfende Dill-Wirkung

Zu der Frage Was ist Dill? gehört auch die Frage nach der heilenden Wirkung. Dillkraut wurde bereits in der Antike von den Römern geschätzt. Mit den Tinkturen des Pflanzensaftes wurden die Wunden der Gladiatoren behandelt. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass Dill gesund ist. Sein hoher Anteil an Mineralstoffen beträgt sieben Prozent. Zudem ist Dill reich an Kalzium, Schwefel, Natrium und Kalium. Bemerkenswert ist auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, die zu den Antioxidantien gehören und vor freien Radikalen schützen.

Dabei hilft die Heilpflanze gegen Störungen des Verdauungstraktes. Dill wirkt Blähungen und Völlegefühlen entgegen, lindert Beschwerden wie Magenkrämpfe und wirkt appetitanregend. Darüber hinaus verspricht das Kraut Besserung bei Schlaflosigkeit und Menstruationsbeschwerden. Diese Wirkung des Dills wird zum Beispiel durch Tees herbeigeführt.

Was ist Dill? - der Steckbrief:

Name

Dill

Synonym

Gurkenkraut, Dillkraut, Dillfenchel

Herkunft

ursprünglich Vorderasien, heute weltweit

Gattung

Anethum

Familie

Doldenblütler

Erntezeit

Juni bis September

Geschmack

frisch, angenehm herb

Besonderheit

hoher Gehalt an Mineralstoffen

Dillspitzen

Vielfältige Dill-Verwendung

Dill ist ein traditionelles Gewürz in Skandinavien und Osteuropa, doch er ist ebenso Bestandteil einiger Dill-Rezepte in Asien, dem Orient, Griechenland oder der Türkei. Bei uns ist der gebeizte Graved Lachs berühmt, der durch eine Dill-Senf-Soße besticht. Klassisch wird das Gurkenkraut in Gurkensalat verarbeitet oder als Dillsoße zu verschiedenen Fischgerichten wie Hering, Wolfsbarsch oder Forelle gereicht.

Dillkraut harmoniert exzellent mit zurückhaltenden Komponenten wie Petersilie, Zwiebel und Knoblauch. Mit diesen Zutaten werden deftige Kartoffelsuppen oder der Eintopf Borschtsch wunderbar gewürzt. Auch in kalten Speisen bildet Dill eine interessante Nuance – beispielsweise bei Blatt- oder Kartoffelsalaten. Ebenso traumhaft kann das Kraut Dressings und Dips veredeln. Als Basis dienen Öle, Joghurt, Sahne, Schmand oder Essig. In Kombination mit Paprika, Pilzen oder Möhren entstehen vollendete Geschmackskompositionen.

Tipp beim Kochen: Das ätherische Öl des Krautes verflüchtigt schnell. Daher sollte bei der Dill-Verwendung darauf geachtet werden, dass das Gewürz nur kurz gegart wird.

Wir wünschen viel Spaß beim Kochen mit Dillkraut und guten Appetit!

 

Bildquelle: ©iStock.com – Elena Rui

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