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Was ist Zimt - Gewürze zum Kennenlernen

Er ist der König der Weihnachtsgewürze und verfeinert Bratäpfel, Glühwein, Lebkuchen oder Pflaumenmus: der Zimt. Doch was ist Zimt eigentlich genau? In unserer Magazinreihe "Gewürze zum Kennenlernen" widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Gewürz der Tropen. Erfahre, welche Unterschiede Zimt aufweist, wie das Gewürz hergestellt wird und welche Wirkung in ihm steckt.

Anmutiges Duftholz

Seit Jahrtausenden ist der Zimt eines der geheimnisvollsten Gewürze der Welt und war lange Epochen nur den Mächtigen und Wohlhabenden vorbehalten. Als eins der ältesten Handelswaren der Menschen ist das apart duftende Süßholz auch heute eines der beliebtesten Aromen. Die Adventszeit ist ohne Zimt kaum vorstellbar, prägt er doch himmlisch Zimtsterne, Lebkuchen oder Glühwein. Doch was ist Zimt und woher stammt er?

Bei Zimt werden zwei Arten unterschieden, die sich vor allem in ihren Inhaltsstoffen, Geschmack und Qualitätsmerkmalen voneinander abgrenzen. Der minderwertige Cassia-Zimt, der oftmals in fertigem Gebäck verarbeitet ist und der echte, ursprüngliche Ceylon-Zimt. Beim Gewürze kaufen solltest du nur auf die hochwertige Variante aus den asiatischen Tropen zurückgreifen.

Allein ein kleines Stück der Ceylon-Zimtstangen verströmt auf der Zunge eine unnachahmlich warme, würzige Note. Sein süßliches Aroma erinnert an eine Symphonie aus edlen Hölzern wie Lorbeer und Nelken, die raffiniert durch Vanilledüfte und Orangenschalen unterstrichen werden. Das Gewürz wird aus dem Zimtbaum gewonnen, welcher der Familie der Lorbeergewächse angehört. Hauptanbaugebiete des immergrünen Strauches sind Indien und Sri Lanka.

Aber was ist Zimt und aus welchen Pflanzenteilen bestehen die holzigen Rollen? Nach der Regenzeit werden die zarten Triebe abgeschnitten. Zwischen der Borke und Mittelrinde steckt die Innenrinde, die vorsichtig geschält wird. Nachdem sie sonnengetrocknet sind, werden in mühevoller Handarbeit bis zu zehn Rinden fein aufgerollt und ineinander gesteckt. Auch die Zimtblüte ist ein elegantes Gewürz des Ceylon-Zimtbaumes und wird aus der zarten Knospe gewonnen.

Was ist Zimt - Der Steckbrief

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Name Zimt, Ceylon-Zimt
Synonym Cinnamomum
Familie Lorbeergewächse
Herkunft Tropen Asiens (Indien, Sri-Lanka)
Saison Ganzjährig (in getrockneter Form)
Geschmack Würzig warm, süßlich
Lagerung Trocken, luftdicht
Besonderheiten Gesundheitsfördernde Wirkung

Beeindruckende Zimt Wirkung - Was steckt in der Rinde?

Viele Legenden umwoben das süße Holz Ciannamomum. Zimt wurde bereits im Alten Testament erwähnt. Mythen zufolge soll das Reich der Königin von Saba mit dem Gewürz geheizt worden sein, um sich an dem Aroma zu berauschen. Dass Zimt halluzinogene Zustände hervorruft, ist nicht belegt.

Der Ceylon-Zimt ist hingegen reich an ätherischen Ölen. 60 bis 75 Prozent der Rinde besteht aus Zimtaldehyd, rund fünf Prozent der Öle sind Eugenol. Weitere Inhaltstoffe sind

  • Diterpene
  • Phenolcarbonsäue und
  • Gerbstoffe

 

Doch ist Zimt gesund? Das Zusammenspiel der Komponenten sorgt beim Verzehr für eine positive Wirkung. Ätherische Öle regen den Appetit und den Verdauungstrakt an, beugen Völlegefühlen und Blähungen vor. Verschiedene Labortests wiesen der Zimt-Wirkung zudem einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel zu. Die wissenschaftlichen Belege sind zwar unausgereift, aber höchstwahrscheinlich beeinflusst das Gewürz die Insulinausschüttung und senkt den Blutzucker.

In Kombination mit einer gesunden Ernährung gilt Ceylon-Zimt darüber hinaus als Fatburner, der hilft, den Stoffwechsel anzuregen und der maßgeblich den Cholesterinspiegel senkt. Amerikanische Forscher widmeten sich dem Duft des tropischen Gewürzes, der Gehirnareale stimulieren soll. In Testreihen wurde festgestellt, dass Zimtgeruch die Konzentration steigert und gegen Alzheimer eingesetzt werden kann.

Ist Zimt gesund?

Die positiven Eigenschaften des Gewürz sind unumstritten, doch mehren sich seit dem Jahre 2005 Kritiken an einem hohen Cumarin-Gehalt, der Leberschäden verursachen kann und als krebserregend gilt. Verbraucher sind oftmals verunsichert: Ist Zimt gesund oder sogar giftig? Wir geben Aufschluss.

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich Zimtsorten in ihrer Qualität. Der minderwertige Cassia-Zimt weist einen sehr hohen Anteil an Cumarin auf. Vorsicht ist bei Gewürzen aus dem Supermarkt und auch Bioläden geboten. Oftmals werden Cassia- und Ceylon-Zimt vermischt, um das Produkt kostengünstiger zu gestalten. Eine Studie der Stiftung Warentest ergab, dass mehr als ein Teelöffel dieser Mischungen bedenklich ist. Cumarin ist sehr umstritten und sollte daher unter keinen Umständen in großen Mengen verzehrt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung legt die Höchstgrenze des Cumarin-Verzehrs auf 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht fest. Kleinkinder und Schwangere sollten gänzlich auf Cumarin verzichten.

Anders der Ceylon-Zimt. Er besitzt nur einen minimalen Anteil an Cumarin und kann bedenkenlos in der Küche verwendet werden. Natürlich gilt wie bei allen Gewürzen, dass diese auch Heilmittel und nur in kleinen Mengen verträglich sind. Abschließend kann die Frage "Ist Zimt gesund?" bejaht werden, wenn es sich um den echten Ceylon-Zimt handelt.

Tropische Gelüste und Tipps zur Lagerung

Während hierzulande Zimt vor allem in der Adventszeit seinen Höhepunkt feiert, veredelt er in der orientalischen, asiatischen und südamerikanischen Küche im gesamten Jahr deftige und süße Speisen.

Das Gewürz entfaltet sein anziehendes Aroma erst, wenn die Ceylon Zimtstangen zerbrochen oder in Flüssigkeiten erhitzt werden. Dabei ist Ceylon-Zimt wunderbar facettenreich. Er harmoniert exzellent mit Gerichten, die Karotten, Tomaten, Linsen oder Kürbis enthalten. Das Gewürz unterstreicht die Aromen gekonnt mit einer zart bitteren Nuance. Kurz vor dem Servieren verleiht er Entenbraten, Schweine- oder Rindfleisch eine aufregend exotische Note. Sein süß anmutender Geschmack hebt vorsichtig würziges Fleisch. Ebenso fantastisch ergänzt Zimt den Geschmack von Krustentieren, veredelt Currygerichte und orientalischen Reis.

Klassiker der verfeinerten Süßspeisen sind Backwaren wie Zimtschnecken, Apfelkuchen mit Nüssen und Zimt oder Zimt-Anis-Sterne. Bei der Zubereitung von Desserts wie Milchreis, Apfelkompott, Parfait oder Mascarpone verbindet sich Zimt erstklassig mit Zucker und verströmt seinen Duft bei jedem Bissen.

Tipp zur Lagerung: Nach dem Kauf sollten die Zimtstangen und der gemahlene Zimt in luftdichten Gewürzdosen an einem trockenen Ort gelagert werden. Dies schützt die ätherischen Öle vor dem Verfliegen. Getrocknete Zimtstangen sind bei richtiger Lagerung bis zu vier Jahre haltbar.

Wir wünschen viel Freude beim Experimentieren mit dem edlen Süßholz.

Bildquelle:
©istock.com – Derkien

 

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