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Was sind Bockshornkleesamen - Gewürze zum Kennenlernen

Bereits im Alten Ägypten schätzten die Pharaonen das gelbe Gewürz, das heute vorrangig die asiatische und arabische Küche bereichert. In unserer Magazinreihe "Gewürze zum Kennenlernen" widmen wir uns in dieser Ausgabe der Frage "Was sind Bockshornkleesamen?" Wo sind die Ursprünge des sogenannten griechischen Heus? Welchen Gerichten verleihen die Samen ihr kräftiges Aroma und wie wird die Heilpflanze medizinisch eingesetzt?

Gelbe Samen mit spannender Geschichte

Bockshornklee, der auch unter dem lateinischen Namen Trigonella Foenum-Graecum bekannt ist, zählt zu den Schmetterlingsblütlern und gehört der Familie der Hülsenfrüchte an. Archäologen entdeckten Bockshornkleesamen als Grabbeigabe in der Begräbnisstätte des altägyptischen Pharaos Tutanchamun. Aus diesem Grund vermuten Wissenschaftler, Bockshornklee stammt ursprünglich aus Ägypten. Heute wächst er natürlich in weiten Teilen Asiens, in Südosteuropa und Nordafrika. Hierzulande wurde die Pflanze bereits im 9. Jahrhundert als "griechisches Heu" von Karl dem Großen als Tierfutter verwendet.

Was sind Bockshornkleesamen genau und wie werden sie heute verwendet? 

Bockshornklee ist eine einjährige, krautige Pflanze, die bis zu 80 Zentimeter Wuchshöhe erreicht. Neben den Bockshornkleeblättern besitzt das Kraut schmale Hülsenfrüchte, in denen sich die geschmacksintensiven Bockshornkleesamen befinden. In getrockneter Form sind die Samen vierkantig und ähneln curryfarbenen Steinchen. Ein Biss auf den robusten Samen genügt, um in den Genuss seiner überraschenden Würzigkeit zu kommen. Im Gegensatz zur Urgeschichte ist das geschmacksintensive Gewürz eine unverzichtbare Zutat von Currymischungen, wird als exotisches Einzelgewürz genossen und in der Heilkunde für seine facettenreiche Bockshornkleesamen-Wirkung geschätzt.

Was sind Bockshornkleesamen - Der Steckbrief

Name: Bockshornkleesamen
Synonym: Griechisches Heu, Trigonella Foenum-Graecum
Pflanzenordnung: Schmetterlingsblütler
Familie: Hülsenfrüchte
Herkunft: Asien, Südosteuropa, Nordafrika
Lagerung: kühl, dunkel und trocken
Besonderheiten: gesundheitsfördernde Wirkung

Feinste Nuancen der Bockshornkleesamen 

Bockshornsamen gehören zu den indischen Gewürzen und sind insbesondere in Indien, Arabien und Äthiopien traditionelle Komponenten in der Küche. Nach der Ernte werden die köstlichen Samen getrocknet und sind als ganze Frucht oder wie im Boomers Gewürzshop als gemahlene Bockshornkleesamen erhältlich. Eine Prise genügt, um die verspielten Aromen zu riechen und zu schmecken. Ihr betörender Duft gleicht dem Liebstöckel und erinnert an saftiges Heu. Der Bockshornkleesamen-Geschmack entfaltet eine aufregende Kombination aus dezenter Bitternote, schmeckt nach würzigen Gräsern und enthält zart süße Töne. Grund für die vielseitigen Aromen sind rund 40 ätherische Öle im Inneren der Samen. Mit ihren reichhaltigen Ölen sind die Bockshornkleesamen empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Bei der Aufbewahrung empfiehlt sich eine Gewürzdose. Auf diese Weise behalten die Samen ihr Aroma bis zu zwölf Monate.

Als wahrer Allrounder kann das exotische Gewürz exzellent mit anderen Gewürzen kombiniert werden. Die Samen sind Bestandteil von berühmten Gewürzmischungen und überzeugen kulinarisch durch ihre Würze und Farbgebung. Sehr harmonisch munden die Samen mit Koriander, Chili, Pfeffer, Senfsamen, Kreuz- und Schwarzkümmel. Zugleich sind sie unverzichtbare Zutaten von Curry-Gewürzmischungen, dem bengalischen Panch Phoron oder der Dekus Äthiopischen Gewürzzubereitung.

Köstliche Bockshornkleesamen-Rezepte 
Zutaten-fuer-eine-indische-Currypaste

Bockshornkleesamen sind sehr vielseitig einsetzbar und veredeln Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte mit einer intensiven Note. Vor dem Kochen ist es empfehlenswert die Samen anzurösten. Durch den Prozess verliert das Gewürz weitestgehend seine Bitterstoffe. Eine geringe Menge der gemahlenen Samen genügt, um Lammragout eine interessante Nuance zu verleihen, Currypasten ein feinherbes Aroma zu schenken oder Brot zu würzen. Darüber hinaus ist das Gewürz ein Hochgenuss in vegetarischen Rezepten. Die Samen verfeinern Kohlspeisen, Linsen oder Kartoffeln. 

Wunderbare Heilpflanze mit Bockshornkleesamen-Wirkung

Neben ätherischen Ölen sind Bockshornkleesamen reich an Mineralstoffen, Proteinen, Vitamin A, B1 und C. Aus den hochwertigen Samen werden wertvolle Ölsäuren gewonnen, die Schleimstoffe, Lecithin oder Steroidsaponine enthalten. Bereits 3.000 Jahre vor Christus war die Pflanze als Arzneimittel bei Hautkrankheiten bekannt. Im Mittelalter wurden die wundersamen Heilwirkungen in Büchern festgehalten. Auch der deutsche Naturheilkundler Sebastian Kneipp lobte die Bockshornkleesamen-Wirkung und setzte sich für die Kultivierung der Pflanze ein.

Heute wird die Heilpflanze in der Medizin und Heilkunde eingesetzt. Als Kapseln verabreicht, wirken die Inhaltsstoffe Diosgenin und Trigonellin effektiv gegen Haarausfall. Ebenso werden die Samen als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Die natürliche Arznei wirkt gegen Appetitlosigkeit und fördert die Milchbildung stillender Mütter. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen zudem, dass die Samen entzündungshemmende Substanzen enthalten und die Magenschleimhaut schützen. Neueste Forschungen ergaben darüber hinaus Hinweise, dass Bockshornsamen den Blutzuckerspiegel regulieren und den LDL-Cholesterinwert senken.

Wir wünschen guten Appetit und viel Freude beim Genuss der gelben Samen!

Bildquellen:
©iStock.com - YelenaYemchuk
©iStock.com - anyanuchoi

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