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Weihnachten - Tage der Lebensmittelverschwendung

Keine Essensverschwendung mehr an Weihnachten - für mehr Verantwortung für Mitmensch und Umwelt.

Besonders an Weihnachten genießt man viele Leckereien und Spezereien. Echte Festtagsessen, feine Kaffeerunden mit Christstollen oder auch ausgefallene Snacks zwischendurch: "Let the good times roll!" gilt stets an den Feiertagen.

Die Winter- und Festtagszeit wird seit Jahrhunderten für üppigste Mahlzeiten für die ganze Familie genutzt. Selbstredend stehen für die Fernsehabende zusätzlich ungesundes Knabberzeug und Weihnachts-Süßigkeiten auf dem Couchtisch, statt vitalstoffreichen Trockenfrüchten und Nüssen. Gerade über die vielen Feiertage wird zudem viel zu reichlich eingekauft. Daher ist dies leider auch die Zeit, in der riesige Mengen an Nahrungsmitteln weggeworfen werden.

In den Privathaushalten passiert dies teils gedankenlos und mangels vorausschauender Planung, teils weiß man einfach nicht über die lebensmittelgerechte Lagerung der Einkäufe Bescheid.

Außerdem soll die liebe Verwandtschaft nicht meckern können, irgendetwas sei im entscheidenden Moment ausgegangen. Nein, die Blamage möchte man nicht erleben. Lieber tischt man zu viel auf. So kann der Kühlschrank schnell zu vollgepackt sein. Speisekammer und Küchenschalen für Obst und Gemüse quellen über. Und spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag weiß niemand mehr, wohin mit den vielen frischen Sachen oder mit den Speiseresten vom Vortag. Nur wer sich mit Nahrungsmitteln auskennt, kann gut mit ihnen umgehen. Nun gilt es zu überlegen, wie man diese Nahrungsmittelverschwendung zu Weihnachten verhindern kann. Und natürlich auch zu jedem anderen Zeitpunkt.

Welche Ansatzpunkte gibt es hier?

  1. Am Anfang steht sicherlich, dass man über die Lebensmittel gut Bescheid wissen sollte: Wie viel von welchen Lebensmitteln braucht man eigentlich pro Person?
  2. Auch Haltbarkeitsdauer und Haltbarmachung, Zubereitungsmöglichkeiten und Kombinationsoptionen müssen bekannt sein. Hierzu gehört wiederum eine gehörige Portion Erfahrung im Umgang mit Küchengeräten und Küchenutensilien.
  3. Und die Grundlage ist natürlich das Wissen um den Nährwert der verschiedenen Nahrungsmittel und ihre Einteilung in diverse Kategorien. Wie wirken sie auf den Körper - was ist leicht verdaulich, was enthält welche Vitalstoffe und wie kann der menschliche Körper sie verwerten?

Kennt man all diese Faktoren, oder wagt man sich Schritt für Schritt in diese Welt, dann hält man einige Schlüssel in der Hand: Von nun an weiß man, mit welchen Nahrungsmitteln man dem eigenen Körper etwas Gutes tut. Gestaltungsfreiheit bei Eigenkreationen am Herd kommt ins Leben. Und endlich wird der Geldbeutel geschont, denn von nun an werden keine Nahrungsmittel mehr sinnlos weggeworfen. Nichts wird mehr schlecht. Überreifes wird lecker verarbeitet. Selbst das Haltbarkeitsdatum auf so mancher Packung kann ruhig einige Wochen oder Monate überschritten werden, wenn man weiß, was drin ist und wie lange es tatsächlich gut bleibt.

Speisereste pfiffig verwerten - und das mit Stil und Augenmaß

All dieses Wissen basiert auf Ernährungswissenschaft, Haushaltskunde und Erfahrung. Am besten, man hört sich im Freundeskreis wie in der Nachbarschaft um. Interessante Rezepte und pfiffige Ideen für die Verwendung der Festtagsreste finden sich hier allemal. Alte Kochbücher können beim Einmachen behilflich sein. Und für neuere Haltbarkeitsmethoden wie das Vakuumverpacken von gedämpften Lebensmitteln oder marinierten Fleischstücken, die noch auf den Grill warten, gehen Sie einfach ins Internet. Eigentlich warten auch zahlreiche Sendungen und Kochshows mit sehr guten Tipps auf. Die Praktiker unter den Köchen wie Tim Mälzer oder Jamie Oliver haben sich mit alltagstauglichen Tipps einen Namen gemacht.

  • Der englische Koch Jamie Oliver begeistert weltweit Millionen mit genau diesem Thema: Die Reste des Weihnachtsessens pfiffig für den nächsten Tag nutzen. Und den Kühlschrank wie das Gefrierfach so organisieren, dass stets die neu eingekauften, ganz frischen Sachen hinten im Kühlfach liegen. Nach Lebensmittelgruppen geordnet. So werden Lebensmittel älteren Datums zuerst aufgebraucht. Ziel ist es, von vornherein die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu vermeiden. Der Umgang mit Lebensmitteln soll respektvoll und verantwortlich geschehen.

Planung und Disziplin gehören dazu - aber auch Kombinationsfreudigkeit und Spontaneität

Selbstredend zählen gerade zur Vermeidung von Essensverschwendung nicht nur viel Wissen, sondern eine gehörige Portion Planung und Ordnung. Hierzu wiederum sind Wille und Disziplin vonnöten. Motivieren kann man sich persönlich mit der zu erwirtschaftenden Geldersparnis.

  • Am besten einfach die bisherigen monatlichen Geldausgaben für das Essen auflisten - und zum Vergleich die neuen Zahlen danebenschreiben. Der Gewinn geht in die Spardose. Geschickterweise sollte man sich schriftlich ein finanzielles Ziel setzen und sich einen (kleinen) Traum erfüllen. Eine neue Haushaltsplanung kostet ja erst mal Überwindung und Energie. Diese Anstrengung will belohnt werden. Auch wenn sie sich schlussendlich absolut rentiert und irgendwann sowieso in Fleisch und Blut übergeht. Von nun an ist es allerdings wichtig, sich das Schreiben eines Einkaufszettels anzugewöhnen und nicht mehr mit leerem Magen zwischen volle Lebensmittelregale zu geraten - und wieder zuviel einzukaufen.
  • Planen Sie für die Feiertage den Einkauf wie die Mahlzeiten. Am besten Modulhaft und damit variabel in der Zusammenstellung. Hierbei ist es wichtig zu wissen, wie viele Personen kommen. Und es fällt natürlich ganz groß der Erfahrungswert ins Gewicht, wer wohl von was wie viel essen wird. Es ist absehbar, dass geladene Gäste spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag gar nicht mehr so üppig und fett essen. Schließlich ist es der Tag, an dem all die Betriebs- und Vereinsweihnachtsfeiern zu einem essenstechnischen Crescendo im Magen zusammenlaufen. Hier ist vielleicht eher leichte Küche angesagt, mit kleineren Portionen.

Gerade zum "Fest der Liebe" sollte man nicht lieblos außer Acht lassen, dass es in Europa viele Bedürftige gibt, die sich gerade mal ein Essen, aber gewiss kein Festessen leisten können. Da muss man es weder mit der Völlerei halten, noch Essensreste sinn- und gedankenlos wegwerfen. Zudem dies vielfach ohne Notwendigkeit geschieht, sondern einfach nur aus Planlosigkeit oder Unwissenheit. Im Privathaushalt entscheiden Sie selber, wie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgegangen wird.

Das Konsumverhalten revolutionieren - vom Privathaushalt bis zur öffentlichen Aufklärung

Anders sieht es noch in den großen Wirtschaftsbereichen Lebensmittelproduktion, Nahrungsmittelverkauf und Gastronomie aus. Aus gesetzlichen und gewinnorientierten Gründen landen hier täglich tonnenweise Lebensmittel im Müll. Bestimmt ist es gut, bereits den Kindern aussagekräftige Filme zu diesem Thema zu zeigen. Je früher die Kinder Bescheid wissen, desto besser. Dazu gehört natürlich ein Heranführen an das Erkennen der Lebensmittel am Marktstand und im Supermarkt.

Auch für das gemeinsame Kochen mit Kindern sollte man sich Zeit nehmen. Kochen, Braten, Backen macht Kindern meist sehr viel Spaß. Wer das ganze Jahr über immer wieder solche Impulse setzt und die Kinder ermutigt, in der Küche mitzuhelfen, der hat zu Weihnachten kundige Unterstützung. Köche wie die Foodfighters oder Jamie Oliver vermitteln seit Jahren diese praxisorientierte Art der Lebensmittelkunde, selbst in Schulküchen oder städtischen Projektküchen.

Wenn man genau hinschaut, setzt die Greenality Bewegung allerdings schon beim gemeinschaftlichen 'urban gardening' mit Gemüseanbau oder im Schulgarten an und hört beim Foodsharing auf. Sie sehen, Ressourcenschonung und Soziales Geben Hand in Hand. Und es fängt bei jedem Einzelnen an.

Mülltauchen, Foodsharing - gegen den globalen Wegwerfwahnsinn

 

Weihnachtliche Speisereste lecker neu kombinieren - und gekonnt aufpeppen

Sicherlich werden am zweiten Weihnachtsfeiertag auch Ideen von Familienmitgliedern kommen, wie sie die Speisereste am nächsten Tag essen möchten:

  • Semmelknödel vom Vortag werden durch das Anbraten in der Pfanne besonders schmackhaft, Kartoffeln sowieso.
  • Ein großer Rest gekochter Kartoffeln und Käse wird dank Schmand zum Gratin.
  • Meist ist das Fleisch erst am zweiten Weihnachtsfeiertag so richtig in der würzigen Soße durchgezogen.
  • Kaltes Huhn kann in einem leckeren Reis-Gemüse-Salat angerichtet werden. Oder in einem köstlichen Curry.
  • Wiener oder Bock- und Bratwürste kommen gut im allseits beliebten, scharfen Wurstgulasch unter.
  • Verschiedene gekochte Gemüse werden dank Tomatensoße, Zwiebeln und Gewürzen zu Ratatouille.
  • Überreife Bananen und Äpfel landen in Quarkspeisen oder schaffen es per Mixer mit Joghurt verquirlt in den Smoothie.Haferflocken, Mandelraspeln, Nüsse oder noch ein Spritzer Zitronensaft machen das Ganze so richtig lecker. So entsteht schnell ein frisches und stärkendes Wintermüsli. Trockenfrüchte passen hier ebenfalls hinein, als schmackhafte Vitaminquelle, die lange haltbar bleibt. Getrocknete Aprikosen oder Gojibeeren (in Ostdeutschland auch als Gemeiner Bocksdorn bekannt) schmecken einfach lecker und sind voller Vitalstoffe.
  • Der weihnachtliche Vitalsnack zwischendurch: Besonders getrocknete Apfelchips sind bei der ganzen Familie beliebt, auch als Alternative zur gängigen Chipstüte. Kombinieren Sie dies mit ein paar Walnüssen oder Paranüssen zum Fest: Ein solch gesunder und begehrter Knabbervorrat für die Feiertage ist Gold wert!

Das Gleiche gilt natürlich für Kräuter und Gewürze. Schließlich kann man jeden Essensrest mithilfe der richtigen frischen, getrockneten oder eingefrorenen Kräuter und Gewürze ganz neu aufpeppen. Lassen Sie hier Ihrer Fantasie freien Lauf oder holen Sie sich Ideen. Auch würzige Dips auf der Basis von saurer Sahne oder aber pikante selbst kreierte Soßen können zu Fleischresten oder Gemüseallerlei vom Vortag gereicht werden und schon ist die Mahlzeit komplett.

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Dippen geht immer... Ob zu Rohkost, frischem Brot oder Fleisch mit Fondue oder Raclette. Mit unserer Box haben Sie direkt 5 leckerere Dips zusammen.

 

Gerade am zweiten Weihnachtsfeiertag, wenn so viele Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern an einem Tisch sitzen, ist eine selbst zusammenstellbare Auswahl an Gemüsesorten und Soßen gar nicht schlecht. Um weiteres Völlegefühl und Magenverstimmungen zu vermeiden, können auch Kohlrabi- und Karottensticks als saftige Rohkost auf den Tisch gestellt werden. Zuviel Gemüse kann immer gedämpft und dann eingefroren werden. Auch das Vakuumieren ist mittlerweile beliebt, besonders wenn man während der Aufbewahrungszeit im Kühlschrank spezielle Gewürze in Gemüse oder Fleisch einziehen lassen möchte.

Wer insgesamt zuviel frisches Obst eingekauft hat, kann für seine Gäste einen leckeren Obstsalat erstellen. Dieser kann mit Mandelraspeln und sogar Rum verfeinert werden. Zudem kommt so das im Winter besonders wichtige Vitamin C reichlich auf den Speiseplan. Grundlegend gilt also, dass Planung und mehr oder weniger spontaner Einfallsreichtum bei der Resteverwertung zusammenspielen. Ziel ist es, keine Lebensmittel zu verschwenden.

Greenality Movement, Containern und Foodsharing - gegen den Wegwerfwahn

Grundlegend gilt: Wenn Sie Nahrungsmittel "lose" kaufen und genau nach Wunsch selbst abwiegen können, dann ist dies allen verpackten Waren vorzuziehen. Wer den eigenen Lebensmittelbedarf gut einschätzen kann, der ist am Marktstand oder im Supermarkt bei den losen Lebensmitteln am besten bedient. Verpackungsfrei und damit umweltschonend passt die Ware in den mitgebrachten Korb oder Jutebeutel. Wem es auf dem Wochenmarkt zu teuer ist, kann entweder beim lokalen Hofladen oder aber beim Supermarkt mit lokalem Gemüse- und Obstangebot einkaufen. So kann zu Hause nichts schlecht werden.

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Der Einkauf auf dem Wochenmarkt schont die Umwelt

Im Spätsommer oder Herbst bei der Kartoffelernte ist zudem häufig Nachlese auf dem Feld erlaubt. Wer den Bauern fragt, darf meist eine große Tüte liegen gebliebener Kartoffeln für den Eigenbedarf aufsammeln und im heimischen Keller einlagern. Häufig stellen Leute in der Erntezeit auch Pflaumen und Äpfel körbeweise vor die Tür - zum Mitnehmen. Hier heißt es zugreifen, sonst werden diese leckeren Vitaminbomben weggeworfen.

Vielleicht mögen Sie von Ihrer südländischen Nachbarin lernen, wie man Kornelkirschen zu Marmelade verarbeitet. So viele Früchte warten in Wald und Flur den Sommer und Herbst über auf die Ernte. Ihre Marmelade und Ihr Pflaumenmus oder Apfelkompott halten lange. Und mit Spezereien geschickt gewürzt werden sie zu Verkaufsrennern für gute Zwecke, auf dem Kirchbasar oder bei anderen Events. Eingekochtes, Eingelegtes und selbst gemachte Konfitüre wird auch von manchen Lebensmittelausgaben für die Armen der Stadt gerne angenommen. Erkundigen Sie sich am besten selbst vor Ort.

Grundlegend hat ein Umdenken eingesetzt:

Besonders in Europa wächst das Greenality Movement, das zur nachhaltigen Schonung der Ressourcen aufruft. Soziales Engagement ist vielen Menschen in diesem Zusammenhang genauso wichtig geworden: Überflüssige Ware wird aus Supermärkten abgeholt - von ehrenamtlichen Mitarbeitern regional organisierter Lebensmittelausgaben. Start-ups wie der grüne Supermarkt in Berlin mit unverpacktem Bio-Warenangebot sprießen aus dem Boden. Und privat machen es sich Menschen zum Anliegen, zu "Containern". Sie entnehmen den Müllcontainern großer Supermarktketten die Lebensmittel, die noch gut und essbar sind. Meist ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum überschritten und man braucht Wissen und Erfahrung, um erkennen zu können, was noch genießbar ist. Aber hier findet sich so manches unvermutete Festessen samt Dessert. In Deutschland ist das Containern zwar verboten, dennoch ist es regelrecht zu einer Lebenseinstellung und zu einer westlichen Bewegung geworden. Es ist einfach nicht mehr einzusehen, dass Lebensmittel weggeworfen werden.

Gute Kochkurse in Mehrgenerationenhäusern helfen Arbeitslosen, die verfügbaren, preisgünstigen Lebensmittel zu einem prima Essen werden zu lassen. Und interessante Literatur gibt es rund um das Thema "Einkaufs- und Essensgewohnheiten ändern" mittlerweile ebenfalls.

Bilder:

Weihnachtsessen - Urheberrecht: evgenyb / 123RF Stockfoto

Gemüsemarkt - jarmoluk / Pixabay.com

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